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26.02.2009 - Zum heutigen DVD-Start des Films „Hellboy 2 – Die Goldene Armee“ haben wir ein Interview mit der bezaubernden Anna Walton geführt, die im Film die Elfen-Prinzessin Nuala verkörpert.
VIRUS: Hallo Anna, schön, dass du dir für uns Zeit genommen hast. Du verkörperst im zweiten „Hellboy“-Film die Elfen-Prinzessin Nuala, die sich gemeinsam mit Hellboy gegen ihren bösen Bruder Nuada stellt, der die Menschheit mit Hilfe der Goldenen Armee auslöschen will. Der Film offenbart sich uns als fantastisches Fantasy-Epos mit wunderschönen Kulissen. Hättest du, nachdem du das Script gelesen hattest, je gedacht, dass dieser Film so zauberhaft werden würde?
Anna Walton: Ehrlich gesagt habe ich nicht einmal daran geglaubt, dass sich dieses Drehbuch überhaupt verfilmen lassen würde. Als ich das Script gelesen habe, war ich fasziniert von den fremden Welten und den noch fremderen Kreaturen, die darin vorkommen, aber mehr als einmal dachte ich mir, dass es unmöglich sei, Szenen wie beispielsweise die auf dem Troll-Markt überhaupt visualisieren zu können. Doch siehe da, Guillermo del Toro hat es tatsächlich geschafft. Das Tollste daran war aber, dass nahezu alle Kulissen, die im Film zu sehen sind, tatsächlich im Studio gebaut wurden. Das war einfach traumhaft, ich kam mir während des Drehs vor, als wäre ich 10 Jahre alt und würde einen Themenpark besuchen, es war einfach einmalig…
VIRUS: Wie hast du dich auf deine Rolle vorbereitet? Eine Elfen-Prinzessin spielt man ja bestimmt nicht alle Tage…
Anna Walton: Das stimmt, es war bisher die aufregendste Rolle, die ich in meiner Karriere spielen durfte. Um mich zu präparieren, habe ich allerlei Bücher über Prinzessinnen gelesen und mich mit vielen alten Märchen beschäftigt. Ich habe nach speziellen Dingen und Verhaltensweisen gesucht, die für Figuren dieser Art typisch sind. Mein gesammeltes Wissen habe ich dann mit dem Charakter, den ich im Film verkörpern sollte, in Einklang gebracht. Ich denke, dass das Resultat ganz ansehnlich ist.
VIRUS: Was waren die größten Herausforderungen, denen du dich im Film stellen musstest?
Anna Walton: Das waren zweierlei Dinge: Zum einen der Zeitdruck, unter dem wir arbeiten mussten, zum anderen die Tatsache, dass ich bei jedem Drehtag circa vier Stunden in der Maske verbringen musste, bis die Verwandlung zur Prinzessin gelungen war. Der Dreh der einzelnen Szenen unterlag einem strengen Zeitplan und durch die aufwändigen Masken und die opulenten Kulissenbauten war es oftmals sehr schwierig, die Zeiten genau einzuhalten. Und so wurde denn oft aus einem achtstündigen plötzlich ein zwölfstündiger Drehtag.
VIRUS: Der Film wurde ja bekanntlich auch in Ungarns Hauptstadt Budapest gedreht. Was war der Grund dafür und welche Erinnerungen hast du an die Stadt?
Anna Walton: Der Grund, in Ungarn zu drehen, lag auf der Hand, es war einfach eine enorme Kostenersparnis. Das ist inzwischen bei vielen Produktionen so, dass man eher in Osteuropa oder Afrika dreht als in Hollywood. Ein weiterer Grund war, dass Guillermo del Toro ein großer Bewunderer der ungarischen bzw. osteuropäischen Handwerkskunst ist, was sich auch in den wunderschönen Kulissen des Films widerspiegelt. Die sind nämlich nicht aus Pappe und Leichtholz, sondern aus stabilen Werkstoffen, edlen Stoffen und bis ins kleinste Detail sehr hochwertig verarbeitet. Was das Land betrifft, so war ich begeistert, wie offen, warmherzig und freundlich die Leute uns dort aufgenommen haben. Und von dem Essen schwärme ich noch heute!
VIRUS: Neben deiner Rolle in „Hellboy 2“ warst du bereits in Filmen wie „Vampire Diary“ und „Mutant Chronicles“ zu sehen. Hegst du ein besonderes Faible fürs Horror-Genre?
Anna Walton: Das könnte man meinen, was? Aber das genaue Gegenteil ist der Fall, wenn es um Horror-Filme geht, bin ich eher ein kleiner Feigling. Versteh mich nicht falsch, ich mag Horror-Filme, aber immer wenn ich mir einen anschaue, muss ich mich hinter einem Kissen verstecken oder einfach aus dem Zimmer gehen. Ich kann die Spannung in den Filmen einfach nicht ertragen. Jetzt fragst du dich bestimmt, warum ich dennoch ständige in welchen mitspiele. Nun, zum einen zur Bewältigung meiner Ängste (lacht), zum anderen einfach deshalb, weil ich die Rollen in den genannten Filmen sehr herausfordernd fand.
VIRUS: Gibt es denn trotzdem Horror-Filme, die du besonders magst?
Anna Walton: Auf jeden Fall, zu meinen absoluten Favoriten gehören Hitchcocks „Die Vögel“ und „Das Schweigen der Lämmer“.
VIRUS: Gibt es schon ein zukünftiges Projekt, über das du uns etwas erzählen kannst?
Anna Walton: Zurzeit drehe ich in den USA eine sehr schöne TV-Serie, die sich „Crusoe“ nennt. Ich spiele darin die Frau von Robinson Crusoe. Das Ganze ist eine Geschichte, die etwas von der Literaturvorlage abweicht und sehr romantisch ist. Ich bin mir sicher, dass die Serie bald auch im deutschen Fernsehen zu sehen sein wird.
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